Schwester Faustyna

Es freut den Barmherzigen Gott, wenn wir Sr. Faustyna ehren, indem wir sie als Fürsprecherin anrufen, da ER selbst ihre Seele zu großer Heiligkeit herangebildet hat. Sie hat die Barmherzigkeit Jesu verstanden, deshalb wollen wir hier ein wenig von ihr berichten.

Schwester Maria Faustyna Kowalska

Sr. Faustina hatte eine einzigartige Sendung.


Schwester Maria Faustyna Kowalska, aus dem Orden von der Muttergottes der Barmherzigkeit, starb mit 33 Jahren, am 5. Oktober 1938 in Krakau. Die Klosterkapelle mit dem wundertätigen Gnadenbild, welches auf Weisung Jesu gemalt und verehrt werden sollte und das Grab Sr. Faustynas, sind die Hauptstätten der Göttlichen Barmherzigkeit.

Sr. Faustyna wurde am 18. April 1993 selig gesprochen und am 30.04.2000 erfolgte ihre Heiligsprechung durch Papst Johannes Paul II.

Die Verehrer des Barmherzigen Jesus haben in ihrer Patronin eine machtvolle Fürsprecherin, wie einige Auszüge aus ihrem Tagebuch ergreifend beweisen:

Jesus zu Sr. Faustyna: "Meine Tochter, Ich wünsche, dass dein Herz zur Wohnstätte Meiner Barmherzigkeit wird. Ich wünsche, dass diese Barmherzigkeit sich durch dein Herz auf die ganze Welt ergieße. Wer sich dir nähert, soll nicht ohne Vertrauen auf Meine Barmherzigkeit, die ich so sehr für die Seelen wünsche, fortgehen." (T.B. 1777)

Jesus: "Meine Tochter, du Wohlgefallen Meines Herzens, mit Wonne schaue ich in deine Seele hinein, viele Gnaden sende ich lediglich deinetwegen, viele Strafen halte ich zurück, ebenfalls deinetwegen. Du hinderst Mich, der Gerechtigkeit nachzukommen, mit deiner Liebe bindest du mir die Hände." (T.B. 1193)

Bei der Anbetung vor der Monstranz sagte Jesus: "Durch dich werden die Strahlen der Barmherzigkeit wie durch diese Hostie auf die ganze Welt herabkommen!"

Jesus: "Tue, was du willst, verschenke Gnaden, wie du willst, an wen du willst und wann du willst." (T.B. 31)

Jesus: "Und Ich werde keiner Seele, die du zur Quelle Meiner Barmherzigkeit führst, etwas versagen." (T.B. 1209)

Jesus: "Du bist Zeuge Meiner Barmherzigkeit, ewig wirst du vor Meinem Thron stehen, als lebendiger Zeuge Meiner Barmherzigkeit." (T.B. 174)

Jesus: "Meine Tochter, alles was existiert, ist dein." (T.B. 969)

Jesus: "Für dich segne Ich den Erdkreis!" (T.B. 1078)


Kindheit und Jugend
Helena Kowalska, die spätere Schwester Maria Faustyna, wurde am 25. August 1905 im Dorf Glogowiec, Woiwodschaft Lodz, geboren. Sie wuchs in einer kinderreichen Familie auf. Ihre Eltern erzogen sie fürsorglich. Da sie jedoch in ärmlichen Verhältnissen lebten, konnten sie ihr nur eine spärliche Ausbildung geben. Deshalb besuchte Helena lediglich von 1917 bis 1921 die Volksschule Swinice. Um ihre Eltern zu unterstützen, begann sie bereits 1921 bei einer Familie in der Nähe von Lodz zu arbeiten. Nach einjähriger Abwesenheit kehrte Helena 1922 nach Hause zurück. Sie äußerte erstmals den Wunsch, in ein Kloster einzutreten. Da sich ihre Eltern dagegen entschieden, bemühte sich Helena erneut um eine Arbeitsstelle. Sie arbeitete in einem Laden und im Juli 1924 fuhr Helena nach Warszawa und sprach bei der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit vor. Die Generaloberin wies sie zunächst ab und empfahl ihr, weiter ihrer Arbeit nachzugehen, um sich eine bescheidene Aussteuer zu verdienen. Helena arbeitete ein Jahr als Haushaltshilfe in Ostrow bei Warszawa, bis sie sich schließlich am 1. August 1925 wieder im Kloster der Muttergottes der Barmherzigkeit meldete. Diesmal wurde sie aufgenommen.

Die Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit
Die Kongregation d.M.d.B. ist französischen Ursprungs. Mutter Therese Rondeau (1793-1866) gründete sie 1818 in Laval. Die vornehmliche Intention der Gründung bestand darin, "mit geeigneten Mitteln gefallenen Frauen und Mädchen beizustehen, dass sie auf den Weg der Tugend zurückfinden und Buße tun, und um ebenso jungen Mädchen, die eines besonderen Schutzes bedürfen, eine Erziehung zu bieten, auf dass sie den Gefahren der Welt entgehen" (Artikel 2 der Konstitutionen).
Der polnische Zweig der Kongregation entstand 1862 durch Mutter Therese Potocka. Nach dem Ersten Weltkrieg löste er sich vom Mutterhaus. Seine Konstitutionen wurden im Jahre 1935 endgültig vom Heiligen Stuhl approbiert. Zu dieser Zeit zählte die polnische Kongregation in 15 Häusern 265 Mitglieder, die in zwei Chöre gegliedert waren: in die Lehrschwestern und die Hilfsschwestern, "letztere ohne aktives und pasives Stimmrecht, da sie dafür bestimmt sind, die ersteren in der Verwirklichung des Zieles der Kongregation durch Verrichtung der Hausarbeit zu unterstützen."
Eine von diesen scharf abgetrennte Gruppe bildete die der Büßerinnen. "Obwohl in den gleichen Räumen wie die Büßerinnen lebend, ist die Oberin doch so wenig mit ihnen verbunden, dass sie alles von ihnen unterscheidet, vom heiligen Kleid, dem äußeren Symbol ihrer Weihe...bis zur Unmöglichkeit für eine Büßerin, je wie sie und mit ihr Oberin werden zu können." Man unterscheidet somit in jedem Kloster drei Klassen: die Lehrschwestern, die Hilfsschwestern und die "Pensionärinnen", zu denen die Büßerinnen und die den "Gefahren der Welt" ausgesetzten Mädchen zählten.
Die Kongregation trägt in Polen den überall bekannten Namen "Magdalenki". Dieser lässt auf eine Verbindung mit der christlichen "Büßerin" , Maria Magdalena, schließen.

Schwester Faustynas Leben in der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit
Helena Kowalska wurde (nach fast einem Jahr Postulat in Warszawa und Krakow) am 30 April 1926 in Krakow eingekleidet, d. h. sie erhielt das Ordensgewand der Kongregation d.M.d.B. und den Ordensnamen Schwester Maria Faustyna. Am 30. April 1928 legte sie ihre ersten Gelübde auf Zeit ab. Diese erneuerte sie järhlich, bis sie schließlich am 1. Mai 1933 ihre ewigen Gelübde ablegen durfte. In den dreizehn Jahren, die Schwester Faustyna in der Kongregation verbrachte (d. h. bis 1938), arbeitete sie hart und unablässig in den Klöstern Warszawa, Kiekrz bei Poznan, Plock, Biala, Wilno, Walendow, Derdy und Krakow als Köchin. Gärtnerin, Verkäuferin in der Bäckerei und letztlich als Pförtnerin. Ihre körperliche Konstitution war von Natur aus schwach, zudem anfällig für Krankheiten. Von daher fielen ihr viele Arbeiten sehr schwer. Bereits am 12. August 1934 erkrankte Schwester Faustyna ernsthaft. Eine zunächst harmlose Erkältung zehrte viele Wochen an ihr und führte zu einem heftigen Kräfteabfall. Nur langsam erholte sie sich. 1936 schließlich diagnostizierte man bei ihr beidseitige Lungentuberkulose. Die letzten zwei Jahre ihres Lebens verbrachte Sr. Faustyna im Konvent von Krakow sowie zeitweise im Sanatorium von Pradnik. Am 5. Oktober 1938 starb sie nach langem qualvollem Leiden im Kloster Josefow-Lagiewniki/Krakow. Über ihren Tod berichtet Schwester Alfreda, die sie während der letzten Tage pflegte: "Das Lebensende Schwester Faustynas war sehr erhebend. Sie war stets liebenswürdig und geduldig und verlangte nie etwas. Wenn man sie fragte: "Haben sie große Schmerzen?" antwortete sie: "Ja, aber es ist recht so." Am 22. September bat sie die ganze Gemeinschaft um Verzeihung, und von diesem Moment an war sie nur noch Erwartung. Am 5. Oktober beichtete sie zum letzten Mal. Ihr Leiden hatte den Höhepunkt erreicht. Einige Stunden vor dem Sterben bat sie um eine schmerzlindernde Spritze, doch sogleich verzichtete sie darauf, um den Willen Gottes bis zum Ende zu erfüllen. Am Abend begann der Todeskampf. Um neun Uhr betete Herr Spiritual in Gegenwart aller Schwestern die Sterbegebete. Schwester Faustyna war bei vollem Bewusstsein bis zum Ende. Um 22 Uhr 45 verschied sie, die Augen auf ein Bild Christi und der Unbefleckten gerichtet, ohne die Schrecken des Todeskampfes erlitten zu haben."

Die Botschaft von der Barmherzigkeit Gottes
Schwester Faustyna zeichnete sich schon als junges Mädchen durch eine große Frömmigkeit und Duldsamkeit aus. Nachdem sie ins Kloster eingetreten war, wurde sie mehr und mehr zum Werkzeug Gottes. Christus teilte sich ihr kontinuierlich in verschiedenen Visionen mit. Innerhalb kürzester Zeit erlangte Schwester Faustyna eine außerordentliche religiöse Tiefe und Breite bis hin zur mystischen Verbundenheit mit Jesus. Er machte sie mit der Botschaft von seiner Barmherzigkeit vertraut und gab ihr den Auftrag, diese in der ganzen Welt zu verbreiten.
"...Meine Tochter, Ich verlange, dass du alle freien Minuten dem Schreiben über Meine Güte und Barmherzigkeit widmest. Es ist dein Amt und die Aufgabe deines ganzen Lebens, den Seelen Meine große Barmherzigkeit, die Ich für sie hege, nahezubringen und sie im Vertrauen auf die Tiefe Meiner Barmherzigkeit zu ermuntern."
"Im Alten Testament habe Ich zu meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt. Heute sende Ich dich zu der ganzen Menschheit mit Meiner Barmherzigkeit. Ich will die wunde Menschheit nicht strafen, sondern sie gesund machen, sie an Mein barmherziges Herz drücken. Von Strafen mache ich Gebrauch, wenn sie Mich selbst dazu zwingen; Meine Hand greift nicht gern nach dem Schwert der Gerechtigkeit. "Vor dem Tage der Gerechtigkeit sende ich den Tag der Barmherzigkeit".

Soweit eine Zusammenfassung über die heilige Schwester Faustyna und die Botschaft der Göttlichen Barmherzigkeit.
(Quellen: "Tagebuch der Schwester Maria Faustyna Kowalska", Parvis Verlag, sowie "Die Botschaft der Barmherzigkeit Gottes vermittelt durch die selige Schwester Maria Faustyna Kowalska", Dr. Stanislaw Swidzinski, Laumann-Verlagsgesellschaft, Dülmen/Westfalen)

(T.B. 441)

Liturgisch wurde von der Kirche offiziell für den Sonntag nach Ostern (Weisser Sonntag) das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit eingeführt.

Das geschah auf Wunsch Jesu an die hl. Ordensschwester Faustyna, die durch das Bild des Barmherzigen Jesus und die Botschaft von der Göttlichen Barmherzigkeit sehr bekannt geworden ist. Die Auseinandersetzung mit dieser frohmachenden Botschaft an die Welt lohnt wirklich und sie ist kirchlich anerkannt, ganz in der Lehre der Kirche.

Jesus hat der Welt für das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit ein besonderes Geschenk gemacht. Es ist ein vollkommener Ablass, doch geht es hier um ein besonderes Geschenk, die Wiedererlangung der Taufunschuld.

Jesus sagt: „ Meine Tochter, künde der ganzen Welt von Meiner unbegreiflichen Barmherzigkeit. Ich wünsche, dass das Fest der Barmherzigkeit Zuflucht und Unterschlupf für alle Seelen wird, besonders für die armen Sünder. An diesem Tag ist das Innere Meiner Barmherzigkeit geöffnet. Ich ergieße ein ganzes Meer von Gnaden über jene Seelen, die sich Meiner Barmherzigkeit nähern. Jene Seele, die beichtet und die heilige Kommunion empfängt, erhält vollkommenen Nachlass der Schuld und der Strafen; an diesem Tag stehen alle Schleusen Gottes offen, durch die Gnaden fließen. Keine Seele soll Angst haben, sich Mir zu nähern, auch wenn ihre Sünden rot wie Scharlach wären... Ich wünsche, dass das Fest am ersten Sonntag nach Ostern feierlich begangen wird. Die Menschheit wird keinen Frieden finden, solange sie sich nicht zur Quelle Meiner Barmherzigkeit wendet."

Um die „Botschaft der „Göttlichen Barmherzigkeit“ zu verbreiten, verlangte Jesus von Sr. Faustyna 1931 in Plock „Male ein Bild von Mir“,

 

so wie du Mich siehst und schreibe darunter ‚Jesus ich vertraue auf Dich!’

 

und verbreite es zur Verehrung in der ganzen Welt!“

 

 

Jenen, die dieses Gnadenbild verehren, womit sie an der Quelle der Barmherzigkeit Gnaden schöpfen können, verspreche Ich, dass sie nicht

 

verloren gehen. Ich verspreche ihnen den Sieg über den Feind im Leben und besonders in der Stunde des Todes. Ich selbst werde sie verteidigen

 

wie Meine Ehre. Diese Strahlen schützen die Seele vor dem Zorn Meines Vaters. Glücklich ist, wer in ihrem Schatten lebt. Sein Unwillen wird ihn

 

nicht erreichen.

Der Barmherzige Jesus

 

 

Als Vorbereitung für dieses Gnadenfest wünscht Jesus, dass die Menschen die Novene zur Barmherzigkeit Gottes, beginnend am Karfreitag, beten. Ansonsten soll man am Festtag oder zum Festtag beichten und die hl. Kommunion empfangen sowie den Willen zur wahren Umkehr haben. Was für eine göttliche Gabe. Was für ein Gnadenangebot. Es ist ein Anliegen Jesu, diese Botschaft den Menschen zu bringen, den Gerechten wie den grössten Sündern.

 

Gott öffne uns allen die Augen für die unendliche Güte Seiner Göttlichen Barmherzigkeit!

 

 

Blick in den Himmel.

 

 

 

Am 27. Nov. 1936 durfte Sr. Faustyna in einer unermesslich beglückenden Vision

 

in die himmlische Herrlichkeit schauen. Sie berichtet darüber: „Heute war ich im

 

Geiste im Himmel und schaute die unbegreiflichen Schönheiten und das Glück,

 

das uns nach dem Tod erwartet. Ich sah, wie alle Geschöpfe unentwegt Gott Ehre

 

und Ruhm erweisen. Ich sah, wie groß die Glückseligkeit in Gott ist, die sich auf

 

alle Geschöpfe ergiesst, sie mit unermesslicher Wonne erfüllt, und wie aller Ruhm

 

und alle Ehre aus der Beglückung zur Quelle zurückkehren. Sie dringen ein in die

 

Tiefen Gottes, das innere Leben Gottes betrachtend.

 

 

 

Jetzt kann ich den heiligen Paulus verstehen, der gesagt hat: „Kein Auge hat es

 

gesehen, kein Ohr hat es gehört, in keines Menschen Herz ist es gedrungen, was

 

Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“ Und Gott gab mir eines zu erkennen, was

 

in seinen Augen unendlichen Wert hat - es ist die Liebe zu Ihm, Liebe, Liebe und

 

nochmals Liebe; mit einem einzigen Akt reiner Gottesliebe ist nichts zu vergleichen.

 

Mit welch unbegreiflicher Güte beschenkt Gott die Seele, die Ihn aufrichtig liebt.

 

O glücklich die Seelen, an denen Er schon hier auf Erden sein Wohlgefallen hat –

 

das sind die kleinen, demütigen Seelen...“


Die Stunde der Barmherzigkeit.

 
 

Im Oktober 1937 in Krakau gab Jesus, der Herr, die Weisung, Seine Sterbestunde

 

zu verehren: „So oft du die Uhr die dritte Stunde schlagen hörst, versenke

 

dich ganz in Meine Barmherzigkeit, verherrliche und preise sie; rufe ihre Allmacht

 

herab, für die ganze Welt, besonders aber für die armen Sünder, denn jetzt steht sie

 

für jede Seele weit geöffnet.“ Jesus, der Herr, bezeichnete Gebetsweisen, die für

 

diese Form des Kultes der Barmherzigkeit Gottes geeignet sind, ziemlich genau:

 

„Bemühe dich, in dieser Stunde den Kreuzweg abzuhalten“, sagte Er zu Sr. Faustyna.

 

„Wenn dir das aber nicht möglich ist, dann gehe für eine Weile in eine Kapelle und

 

verehre Mein Herz, das voller Barmherzigkeit im Allerheiligsten Altarsakrament

 

verweilt. Falls dir auch das nicht möglich ist, versenke dich, wenn auch nur kurz,

 
 
 
 
 

 

ins Gebet, an dem Ort, wo du gerade bist.

Es gibt drei Bedingungen für die Erhörung der in dieser Stunde verrichteten Gebete

 

1. das Gebet soll an Jesus gerichtet sein;
2. es soll um drei Uhr nachmittags stattfinden;
3. es soll sich auf die Werte und Verdienste Seiner schmerzhaften Leiden berufen.

 

 

 

In dieser Stunde, versprach der Herr, kannst du alles für dich selbst und für andere

 
 

erbitten. In dieser Stunde kam die Gnade für die Welt:

 

Barmherzigkeit besiegte die Gerechtigkeit.“

 

(Tb 1572)

 

     Barmherzigkeitsgebet
 
Schwester Faustyna betete:


Ich möchte mich ganz in Deine Barmherzigkeit umwandeln, um so ein lebendiges Abbild von Dir zu sein, o Herr, möge diese größte Eigenschaft Gottes, seine unergründliche Barmherzigkeit, durch mein Herz und meine Seele hindurch zu meinen Nächsten gelangen.
Hilf mir, o Herr, dass meine Augen barmherzig schauen, dass ich niemals nach äußerem Anschein verdächtige und richte, sondern wahrnehme, was schön ist in den Seelen meiner Nächsten und ihnen zu Hilfe komme.
Hilf mir, dass mein Gehör barmherzig wird, damit ich mich den Bedürfnissen meiner Nächsten zuneige, dass meine Ohren nicht gleichgültig bleiben für Leid und Klagen der Nächsten.
Hilf mir, Herr, dass meine Zunge barmherzig wird, dass ich niemals über meinen Nächsten abfällig rede, sondern für jeden ein Wort des Trostes und der Vergebung habe.
Hilf mir, Herr, dass meine Hände barmherzig und voll guter Taten sind, damit ich meinem Nächsten nur Gutes tue und schwierigere, mühevollere Arbeit auf mich nehme.
Hilf mir, Herr, dass meine Füße barmherzig sind, dass sie meinen Nächsten immer zu Hilfe eilen und die eigene Mattheit und Ermüdung beherrschen. Meine wahre Rast ist im Dienst am Nächsten.
Hilf mir, Herr, dass mein Herz barmherzig ist, auf dass ich alle Leiden der Nächsten empfinde, dass ich niemandem mein Herz versage, aufrichtigen Umgang auch mit denen pflege, von denen ich weiß, dass sie meine Güte mißbrauchen verden; ich selbst werde mich im barmherzigsten Herzen Jesu verschließen. Über eigene Leiden will ich schweigen. Deine Barmherzigkeit, o mein Herr, soll in mir ausruhen
Amen.

Heilige Schwester Faustyna, bitte für uns!



Hier noch ein Linktipp: www.faustina.ch/index_de.htm

 

 

   
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