Wundenverehrung Schwester Maria-Martha Chambon

Dornenkrone unseres Herrn

 

 Die Wunden unseres Herrn

 

 

 

Die einfache und demütige Schwester Maria-Martha Chambon erhielt in Privatoffenbarungen von Jesus Christus die Aufgabe, die Verehrung seiner fünf heiligen Wunden zu verbreiten für die Bekehrung der Sünder und für die Befreiung der im Fegefeuer weilenden Armen Seelen. Zwar ist niemand verpflichtet, an diese wunderbaren Offenbarungen zu glauben, aber die Menschen, die Maria-Martha Chambon persönlich kannten, sind überzeugt, dass ihre mystischen Erlebnisse echt waren. Beweise dafür sind u.a.: Angst vor Selbsttäuschung, Gehorsam, Offenheit, Scheu vor der Öffentlichkeit. An Sr. Maria-Martha Chambon erfüllten sich die Worte des heiligen Apostels Petrus: "Den Demütigen gibt Gott Gnade."

Kurzbiographie:
Sr. Maria-Martha Chambon wurde am 06.03.1841 als ältestes von 8 Kindern in dem kleinen französischen Ort Croix-Rouge geboren und auf den Namen Franziska getauft. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, und es war ihr nicht einmal vergönnt, zur Schule zu gehen, um Lesen und Schreiben zu lernen. Schon früh verspürte sie den Ruf Gottes.
So trat sie 1862 als Postulantin bei den Salesianerinnen von der Heimsuchung Mariens in Chambéry ein. 1863 erhielt sie den weissen Schleier der Laienschwestern und den Namen Maria-Martha. Im Alter von 23 Jahren legte sie 1864 die feierliche Profess ab.

Ihre Mitschwestern kannten Sr. Maria-Martha als eifrig im Gebet, sehr fleissig und gewissenhaft bei der Arbeit, bescheiden im Wesen und stets liebevoll und freundlich gegen andere. Lange Zeit ahnte niemand etwas von ihrem mystischen Leben. Bereits als Kind mit 9 Jahren hatte sie am Karfreitag den gekreuzigten und blutüberströmten Jesus gesehen.
Als Ordensschwester empfing sie zahlreiche Visionen, Offenbarungen und Verheissungen. Sie war ausserdem eine begnadete Seherin. Besonders zu erwähnen ist noch,
dass der Herr 1869 von ihr den Verzicht auf Nahrung forderte. Erst nach 4 1/2 Jahren, in denen sie nur von der täglichen hl. Kommunion und gelegentlich einem Schluck Wasser gelebt hatte, durfte und konnte sie wieder normale Nahrung zu sich nehmen. Im Jahre 1874, beginnend am Herz-Jesu-Fest, schenkte Jesus ihr die Gnade der Stigmatisierung, unter der sie sehr litt und die sie ihren Mitschwestern zu verheimlichen suchte. Im übrigen führte Maria-Martha ein unauffälliges Leben als pflichtgetreue Ordensschwester. Im Winter 1906 erkrankte sie schwer als Folge einer starken Erkältung und verstarb am 21. März 1907 in Chambéry.

Bald wurde von Gnadenerweisen, Gebetserhörungen und Krankenheilungen berichtet, die auf ihre Fürsprache hin geschahen. Der Seligsprechungsprozess wurde 1937 eröffnet. Ihrem Orden ist jedoch die Verbreitung der Andacht zu den heiligen Wunden wesentlich wichtiger. Diese Andachtsform, auf den durchbohrten Heiland zu schauen und seine heiligen Wunden zu betrachten und zu verehren, erhielt schon zu Lebzeiten von Sr. Maria-Martha die bischöfliche Anerkennung im Jahre 1885 und die kirchliche Anerkennung durch Gewährung eines Ablasses im Jahre 1924.


Wichtige Offenbarungen unseres Herrn und seiner hl. Mutter zur Verehrung der heiligen 5 Wunden:

Meine Wunden sind gross genug für alle, sie sind tief wie die unergründlichen Tiefen des Ozeans.

Ihr könnt euch jederzeit in meinen Wunden rein waschen. Meine Wunden werden eure Wunden heilen, sie werden alle eure Fehler bedecken.

Jedes Mal, wenn du meinen himmlischen Vater die Verdienste meiner heiligen Wunden aufopferst, gewinnst du unendliche Reichtümer.

In der Betrachtung meiner Wunden findet man alles für sich und andere.

Die Gnaden, die ich mit meinem Blut erteile, werden nie verloren gehen.

Mit meinen Wunden und mit meinem Herzen könnt ihr alles erreichen.

All' eure Handlungen, mögen sie noch so unscheinbar sein, erlangen unendlichen Wert und erfreuen mein Herz, wenn sie in mein Blut getaucht sind.

Die heiligen Wunden enthalten eine wunderbare Kraft für die Bekehrung der Sünder.

Durch die heiligen Wunden vermögen wir alles bei Gott.

Aus dir selbst bist du nichts, ist aber deine Seele mit meinen Wunden vereint, so wird sie mächtig; sie kann selbst mehrere Dinge zugleich erreichen:
nämlich Verdienste erwerben und Hilfe erlangen für alle Anliegen, ohne dass es nötig wäre, diese einzeln anzuführen.

Ich werde alles gewähren, um was immer man mich durch die Anrufung meiner heiligen Wunden bittet, man muss diese Andacht verbreiten.

Jene, welche meine Wunden verehren, werden zur wahren Kenntnis Jesu Christi gelangen.

Glaubst du, dass ich taub bleiben könnte den Seelen gegenüber, die meine heiligen Wunden anrufen?

Sr. Maria-Martha sah die Wunden des Herrn, besonders die des Hauptes und die Herzenswunde, die wie Sonnen leuchteten, kaum, dass sie den Glanz ertragen konnte.
Der Herr sprach zu ihr: So wirst du sie einst in der Ewigkeit sehen, weil du sie auf Erden verehrt hast.

Auch die Gottesmutter bestärkte Sr. Maria-Martha in ihrer Sendung und sprach u.a.:

Deine hl. Schwester Margareta-Maria Alacoque hat das Herz meines Sohnes in sich nachgebildet, um es der Welt zu schenken, und du bist auserwählt, der Gerechtigkeit Gottes Einhalt zu gebieten, indem du die Verdienste der Passion, insbesondere der hl. Wunden meines Sohnes zur Geltung bringst.

Mein Sohn weiss sehr gut, was er zu tun hat. Tut einfach Tag für Tag, was Jesus verlangt. Alle Erleuchtungen des heiligen Geistes entstammen den Wunden Jesu.
Diese Gaben werden euch nach dem Mass eurer Demut zuteil.

Ich bin eure Mutter und fordere euch auf: Schöpft aus den Wunden meines Sohnes! Legt euch an diese Wunden und saugt sein Blut ganz auf, was nie der Fall sein wird.

Du musst dich der Wunden meines Sohnes bedienen, um die Sünder zu bekehren. Nimm nur beständig aus den Wunden Jesu, um die Schulden der Sünder zu bezahlen.

Worte des Herrn:
Meine Wunden werden euch unfehlbar retten, sie werden die Welt retten.

Ich will, dass durch diese Andacht nicht nur die Seelen gerettet werden, die gegenwärtig leben, sondern noch viele andere. Ich bin der Herr aller Herzen, und ich kenne jegliches Elend.

Meine Macht liegt in meinen Wunden, mit ihnen wirst du mächtig, ja, du kannst damit alles erreichen, weil dir mit ihnen alle Macht zuteil geworden ist.
Jesus wollte Maria-Martha anspornen, mit Eifer ihren Auftrag zu erfüllen und enthüllte ihr täglich die Schätze der Quelle des Lebens und offenbarte ihr die Beweggründe und den Gewinn dieser Andacht:

Ausser meiner heiligen Mutter hat keine Seele so wie du die Gnade empfangen, Tag und Nacht meine heiligen Wunden zu schauen.

Sooft ihr dem Vater die Verdienste meiner heiligen Wunden aufopfert, gewinnt ihr einen unermesslichen Schatz. Ihr gleicht dann dem, der auf dem Acker einen grossen Schatz finden würde, doch weil ihr nicht imstande seid, diesen Schatz aufzubewahren, darum nimmt ihn Gott und meine heiligste Mutter und bewahren ihn auf, um euch denselben im Augenblick des Todes wieder zurückzuerstatten und die Verdienste den Seelen, die ihrer bedürfen, zuzuwenden.

Wer in Not ist, komme mit Glauben und Vertrauen und schöpfe immerfort aus dem Schatz meines Leidens und meiner Wunden.

Einer meiner Jünger hat mich verraten und mein Blut verkauft, ihr könnt so leicht ein jedes Tröpflein zurückkaufen.
Ein einziger Tropfen genügt, um die ganze Welt rein zu waschen, und ihr denkt nicht daran, ihr kennt nicht den Wert dieses Lösepreises.

Mein Vater hat Wohlgefallen an der Aufopferung meiner heiligen Wunden und der Schmerzen meiner heiligen Mutter.
Damit bringt ihr ihm die gebührende Verherrlichung dar, damit opfert ihr ihm eine himmlische Gabe.

Da habt ihr etwas, womit ihr die Schulden aller bezahlen könnt. Wenn ihr meinem Vater die Verdienste meiner heiligen Wunden aufopfert, leistet ihr Genugtuung für die Sünden der Menschen.

Man muss sein ganzes Vertrauen auf meine heiligen Wunden setzen und durch ihre Verdienste am Heil der Seelen arbeiten.

Jedes Wort, das zu Ehren meiner heiligen Wunden gesprochen wird, bereitet mir eine unaussprechliche Freude. Ich zähle sie alle.

Selbst meine Priester betrachten das Kruzifix nicht wie sie sollten: Ich will, dass man mich in meiner ganzen Person verehrt.

Ihr seid Arbeiter im Weinberg des Herrn - mit meinen Wunden macht ihr leicht grossen Gewinn.

Die Ernste ist gross und überreich. Ihr müsst euch verdemütigen, euch in euer Nichts versenken, ohne darauf zu schauen, was ihr schon erreicht habt.
So werdet ihr Seelen ernten.
Fürchtet euch nicht, die Menschen auf meine Wunden hinzuweisen. Der Weg meiner Wunden ist so einfach und leicht, um in den Himmel zu gelangen.

Ihr müsst zu meinen Wunden mit Liebe, ja mit brennendem Herzen kommen. Ihr müsst, um die erbetenen Gnaden zu empfangen, die Anrufungen inbrünstig beten.

Beunruhige dich nicht über die Dinge dieser Welt. Erst in der Ewigkeit wirst du erkennen, was für einen Gewinn du aus meinen Wunden gezogen hast.

Die Wunden meiner Füsse sind wie ein Meer, führe alle Menschen dorthin, ihre Zugänge sind gross genug, um alle darin aufzunehmen.

Meine heiligen Wunden erhalten die Welt. Man muss mich um die Vermehrung der Liebe zu meinen Wunden bitten, sie oft anrufen und den Nächsten darauf hinweisen,
denn sie sind die Quelle aller Gnaden.

Komm zu mir, ich werde dir Wasser geben, das deinen Durst löschen wird. Im Kruzifix ist alles enthalten. Dort finden alle Seelen genug, um ihren Durst zu löschen.

Mit meinen Wunden habt ihr alles. Aus ihnen gehen gediegene Werke hervor, nicht durch Freude, sondern durch Leiden.

Du musst dich bemühen, meine Wunden zu heilen, indem du sie betrachtest.

In der Betrachtung meiner Wunden findet man alles für sich und für die anderen.

Ihr sollt nicht arm bleiben, da euer Vater doch so reich ist. Worin besteht euer Reichtum? In meinem heiligen Leiden.

Meine Dornenkrone hat mir mehr Leiden bereitet als all' meine anderen Wunden. Nach Getsemani war sie mein grausamstes Leiden.

Siehe dieses Haupt, das sich aus Liebe zu dir mit Dornen durchbohren liess. Durch seine Verdienste sollst du einst gekrönt werden. Glücklich, wer dieses Haupt aufmerksam betrachtet.

Die Seelen, die meine Dornenkrone auf Erden aufmerksam betrachtet und verehrt haben, werden einmal meine Krone im Himmel bilden.
Für einen Augenblick, währenddessen ihr hier unten diese Dornenkrone aufmerksam betrachtet, schenke ich euch eine ewige Krone. Meine Dornenkrone verschafft euch die Himmelskrone.


Meine Dornenkrone gebe ich meinen Lieblingen. Sie gehört in besonderer Weise meinen bevorzugten Seelen. Sie ist die Freude der Seligen des Himmels,
doch für meine Lieblinge auf Erden bedeutet sie Leiden. Meine wahren Diener versuchen zu leiden, wie ich gelitten habe, doch niemand kann den Grad des Leidens erreichen, den ich ausgestanden habe.

Ziehe die Dornen aus meinem Haupt, indem du meinem Vater die Verdienste meiner Wunden für die Sünder aufopferst. Mach dich auf und suche mir Seelen.

Meine Dornenkrone wird den Himmel und alle Seligen festlich erleuchten. Auf Erden gibt es nur einige bevorzugte Seelen, denen ich meine Herrlichkeit zeige;
denn die Erde ist zu sehr in Dunkel gehüllt, als dass man diese Herrlichkeit sehen könnte. Siehe, wie schön sie jetzt ist, nachdem sie mir soviele Schmerzen bereitet hat.

Sr. Maria-Martha durfte erleben, dass die Dornenkrone Jesu für die Gerechten ein Gegenstand der Freude und des Heils ist, aber für die Bösen ein schrecklicher Anblick.
Sie sah den Richterstuhl Christi, vor dem die Seelen gerichtet wurden. Diejenigen, die aus dem Glauben gelebt hatten und treu geblieben waren, warfen sich in die Arme des Erlösers und wurden gerettet. Diejenigen aber, die Jesus verachtet hatten in ihrem Leben, stürzten sich beim Anblick der heiligen Krone selbst in die ewige Verdammnis.

Nachdem der Herr Sr. Maria-Martha alle Schätze seiner heiligen Wunden offenbart hatte, zeigte er ihr auch die Wunde seines heiligsten Herzens:

Hier ist die Quelle, aus der ihr alle schöpfen sollt, sie ist überaus reich für euch. Kommt in die Wunde meiner heiligen Seite, das ist die Wunde der Liebe,
von der lebendige Flammen ausgehen.


Halte dich innig mit diesem Herzen vereinigt, um mein Blut zu nehmen und es über andere auszugiessen.

Wollt ihr in das Licht des Herrn eingehen, so müsst ihr euch in meinem göttlichen Herzen verbergen. Wollt ihr die ganze Tiefe der Barmherzigkeit dessen kennenlernen, der euch so sehr liebt, so drückt voll Ehrfurcht und Demut eure Lippen auf die Öffnung meines heiligsten Herzens. Hier ist euer Mittelpunkt.
Niemand kann euch hindern, dieses Herz zu lieben oder es andere lieben zu lehren, ohne dass euer Herz dabei ist. Die Geschöpfe mögen sagen, was sie wollen, sie können euch niemals euren Schatz, eure Liebe rauben. Ich will, dass ihr mich ohne menschlichen Trost liebt.


Wer zu meinem Herzen gelangen will, darf keinerlei Anhänglichkeit haben, die ihn an die Erde fesselt. Wer den Herrn finden will, muss ganz allein nach ihm ausgehen. Ihr müsst dieses Herz in eurem eigenen Herzen suchen.

Die Wissenschaft der Liebe schöpft man nicht aus Büchern, sie wird nur der Seele zuteil, welche den Gekreuzigten betrachtet und mit ihm vertrauliche Zwiesprache hält.

Hat die Seele Fehler begangen, so braucht sie sich nur mit grossem Vertrauen an mein Herz zu schmiegen. In diesem Feuer verschwinden all' eure Untreuen, die Liebe vernichtet und verzehrt sie alle. Ihr sollt mich lieben und alles mir überlassen. Ihr sollt am Herzen eures Meisters wie Johannes ruhen. Wenn ihr ihn so liebt, verherrlicht ihr ihn sehr.

Ich bin ein Bettler der Liebe. Ich rufe meine Kinder, eins nach dem anderen. Ich lasse meinen Blick mit Wohlgefallen auf ihnen ruhen, wenn sie zu mir kommen. Ich erwarte sie.
Ich bettle um Liebe, doch die meisten - selbst unter den mir geweihten Seelen - versagen mir diese Liebe. Liebe mich rein um meiner selbst willen ohne Rücksicht auf Belohnung oder Strafe.

Wenn ich mir ein Herz erwählt habe, damit es mich liebe und meinen Willen erfülle, so entzünde ich in ihm das Feuer meiner Liebe. Doch fache ich dieses Feuer
nicht ununterbrochen an, aus Furcht, die Eigenliebe könnte dabei auf ihre Rechnung kommen und meine Gnaden könnten gewohnheitsmässig und
als etwas Selbstverständliches empfangen werden. Von Zeit zu Zeit ziehe ich mich zurück und überlasse die Seelen ihrer eigenen Schwäche. Dann sieht sie,
dass sie ganz allein ist. Sie begeht Fehler, doch diese erhalten sie in der Demut. Wegen dieser Fehler verlasse ich die Seele, die ich einmal erwählt habe,
keineswegs. Ich behalte sie stets im Auge. Ich verzeihe und komme wieder.


Jede Demütigung vereinigt dich inniger mit meinem Herzen. Ich verlange von dir keine grossen Dinge, ich will ganz einfach die Liebe deines Herzens.

Schmiege dich an mein Herz und du wirst die ganze Güte entdecken, von der es erfüllt ist. Hier erfährst du die Sanftmut und die Demut.
Komm, wirf dich in mein Herz.
   
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