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Weihe an Mariens Unbeflecktes Herz

 

 

 

 

 

Heiligste Jungfrau Maria! Mutter Gottes und meine Mutter! Deinem Unbefleckten

 

Herzen weihe ich mich mit allem, was ich bin und habe. Nimm mich unter Deinen

 

mütterlichen Schutz! Bewahre mich vor allen Gefahren. Hilf mir, die Versuchungen

 

zu überwinden, die mich zum Bösen verleiten, damit ich die Reinheit meines

 

Leibes und meiner Seele bewahre. Dein Unbeflecktes Herz sei meine Zuflucht

 

und der Weg, der mich zu Gott führt.

 

 

 

Erwirke mir die Gnade, aus Liebe zu Jesus oft zu beten und zu opfern für die

 

Bekehrung der Sünder und zur Wiedergutmachung der Sünden, die gegen Dein

 

Unbeflecktes Herz begangen werden. In Vereinigung mit Dir und dem Herzen

 

Deines göttlichen Sohnes möchte ich in vollkommener Hingabe an die Heiligste

 

Dreifaltigkeit leben, an die ich glaube, die ich anbete, auf die ich hoffe und die

 

ich liebe. Amen.

 

Die fünf Sühne-Samstage
 
 
 

Am 10. Dezember (1925) erschien mir die Heiligste Jungfrau in Pontevedra", schreibt Schwester Lucia zurückblickend. Die Erscheinung war in der Zelle der Postulantin, die heute zu einer kleinen Hauskapelle umgebaut ist, "in einer leuchtenden Wolke"; an der Seite der Gottesmutter war ein Kind zu sehen. Die Gottesmutter legte ihre Hand auf die Schultern Lucias "und zeigte ein von Dornen umgebenes Herz, das sie in der rechten Hand hatte.

 

Das Kind sagte: » Habe Mitleid mit dem Herzen deiner Heiligsten Mutter, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen es ständig durchbohren, ohne dass jemand einen Sühneakt machen würde, um sie herauszuziehen

 

Darauf sagte die Heiligste Jungfrau: » Meine Tochter, schau mein Herz, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen durch ihre Lästerungen und Undankbarkeiten es ständig durchbohren. Suche wenigstens du mich zu trösten und teile mit, dass ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen Gnaden, die für das Heil dieser Seelen notwendig sind, beizustehen, die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten, die heilige Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und mir während 15 Minuten durch Betrachtung der 15 Rosenkranzgeheimnisse Gesellschaft leisten in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten.« "

 

Lucia war, wie erwähnt, nur für kurze Zeit in Pontevedra. Wie ernst es der Gottesmutter mit dieser Sühneleistung war, ist aus einer kurz darauf erfolgten Erscheinung ersichtlich. Lucia hatte über die Worte der Gottesmutter mit ihrem Beichtvater und mit der Oberin gesprochen. Doch beide hatten Schwierigkeiten mit dieser neuen Andachtsform. Als ihr am 15. Februar 1926, knapp zwei Monate nach dem Auftrag, das Jesuskind allein im Klostergarten erschien und danach fragte, ob die Andacht zu Seiner Mutter schon verbreitet werde, sprach sie von den Schwierigkeiten, der sie, eine Ordensfrau, bei solch einem Vorhaben, innerhalb der Klostermauern und zum Gehorsam verpflichtet, begegne. Weiter berichtete sie dem Jesuskind, dass die Oberin schon einiges getan habe, um die Sühnesamstage zu verbreiten, der Beichtvater jedoch ihr mit dem Argument entgegentrat, dass sie allein nichts vermöge. Jesus gab ihr zur Antwort: "Es ist wahr, dass deine Oberin allein nichts vermag, aber mit meiner Gnade kann sie alles."

 

Dann legte sie Jesus die Schwierigkeiten dar, die einige Seelen, welche mit den Samstagen begannen, gleich von Beginn an hatten, nämlich, dass es ihnen unmöglich war, an jenem Samstag zu beichten. Deshalb bat Lucia darum, dass eine vorhergehende Beichte doch acht Tage lang gültig sein möge.

 

Jesus antwortete ihr: "Ja, es kann sogar viel länger sein, vorausgesetzt, dass sie im Stande der Gnade sind, wenn sie mich empfangen, und dass sie die Absicht haben, dem Unbefleckten Herzen Sühne zu leisten." Lucia notierte von diesem Zwiegespräch noch eine Frage, die sie gestellt hatte: "Mein Jesus, und wenn jemand vergisst, diese Meinung zu erwecken? Jesus gab ihr zu verstehen: » Das können sie bei der nächstfolgenden Beichte tun, sofern sie die erste Gelegenheit ausnutzen, die sie zur Beichte haben.« "

 

"... dem Unbefleckten Herzen Sühne zu leisten"

 

Es entspricht der göttlichen Barmherzigkeit, den Menschen Heilmittel im Kampf gegen die Sünde zur Verfügung zu stellen. Nach der Andachtsübung der neun ersten Freitage, den Herz-Jesu-Freitagen, wird nun der Weg zum Herz-Mariä-Samstag erschlossen. Der Text dieses Versprechens unterscheidet sehr klar fünf Bedingungen und eine ausschließliche Meinung:

 
 
 

 

 

 

 

1. An fünf aufeinanderfolgenden Samstagen

 

Der Beichtvater Lucias fragte eines Tages nach dem Grund der Fünferzahl. Lucia gab ihm nach einer inneren Eingebung folgende Antwort Jesu wieder:

 

"Meine Tochter, der Grund ist einfach: Es geht um die fünf Arten von Beleidigungen und Lästerungen, die gegen das Unbefleckte Herz Mariens begangen werden:

 

a) die Lästerungen gegen die Unbefleckte Empfängnis,

 

b) gegen ihre Jungfräulichkeit,

 

c) gegen ihre Gottesmutterschaft, zugleich mit der Ablehnung, sie als Mutter der Menschen anzuerkennen;

 

d) jene, die öffentlich versuchen, den Kinderherzen die Gleichgültigkeit, die Verachtung und sogar den Hass gegen diese unbefleckte Mutter einzuflößen;

 

e) jene, die sie direkt in ihren heiligen Bildern verunehren."

 

2. Die persönliche Beichte

 

Wir sahen, dass die persönliche Beichte nicht am selben Tag sein muss, jedoch muss für jeden der fünf ersten Samstage eine persönliche Beichte aufgeopfert werden in der ausgesprochenen Absicht, durch diese Beichte dem Unbefleckten Herzen einen Sühnebeitrag leisten zu wollen. Diese Absicht wird so sehr gefordert, dass am 15. Februar 1926 ausdrücklich das Nachholen gefordert wird, und zwar muss "die erste Gelegenheit" ausgenutzt werden, "die sie zur Beichte haben". Liegt darin nicht auch ein katechetischer Wert im zu Ende gehenden Jahrhundert, das die Beichte fast vergessen hat?

 

3. Heilige Kommunion

 

Es geht hier eindeutig um den Kommunionempfang im Stande der heiligmachenden Gnade, insbesondere für den Fall, dass die hl. Beichte nicht am selben Tag abgelegt werden kann. Auch hier wird die ausdrückliche Bedingung verlangt, die hl. Kommunion als Sühneakt zu verstehen.

 

4. Beten des Rosenkranzes

 

In allen Erscheinungen bat die Gottesmutter um das tägliche Beten des Rosenkranzes. Hier wird dieses Beten in ein Versprechen eingebaut.

 

5. Betrachtung über das geheimnisvolle Leben Jesu

 

Zusätzlich zum Rosenkranzgebet verlangt die Gottesmutter, dass wir in der Betrachtung der Geheimnisse aus dem Leben Jesu für mindestens 15 Minuten verweilen. So genommen darf dies als ein Hinweis gelten, dass man die 5 Sühnesamstage mindestens dreimal nacheinander machen sollte, wobei an jedem der Samstage über ein Geheimnis nachgedacht wird. Es wäre empfehlenswert, sich anschließend während des ganzes Monats in allen unseren weltlichen Unternehmungen wie im geistigen Leben auf die in der Betrachtung entdeckten Aussagen einzulassen, alles durch das Prisma dieses Geheimnisses zu betrachten. Lassen wir bei den Betrachtungen den Heiligen Geist, den göttlichen Bräutigam der Jungfrau und Gottesmutter, zu uns sprechen, öffnen wir uns ihm - und er wird uns mit Gedanken und Weisungen erfüllen, auf die wir vielleicht sonst nie im Leben gekommen wären.

 

Den 3. Teil des ihr am 13. Juli 1917 anvertrauten Geheimnisses schrieb Sr. Lucia1943 auf und übergab den versiegelten Umschlag zur Weiterleitung nach Rom. Im Jahre 2000 wurde das 3. Geheimnis bekanntlich vom Vatikan veröffentlicht, welches wie folgt lautet:

 

Dritter Teil des Geheimnisses

 

"J.M.J. Der dritte Teil des Geheimnisses, das am 13. Juli 1917 in der Cova da Iria, Fatima, offenbart wurde. Ich schreibe aus Gehorsam gegenüber Euch, meinem Gott, der es mir aufträgt, durch seine Exzellenz, den Hochwürdigsten Herrn Bischof von Leiria, und durch Eure und meine allerheiligste Mutter.

 

Nach den zwei Teilen, die ich schon dargestellt habe, haben wir links von Unserer Lieben Frau etwas oberhalb einen Engel gesehen, der ein Feuerschwert in der linken Hand hielt; es sprühte Funken, und Flammen gingen von ihm aus, als sollten sie die Welt anzünden; doch die Flammen verlöschten, als sie mit dem Glanz in Berührung kamen, den Unsere Liebe Frau von ihrer rechten Hand auf ihn ausströmte: den Engel, der mit der rechten Hand auf die Erde zeigte und mit lauter Stimme rief: Buße, Buße, Buße!

 

Und wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist, "etwas, das aussieht wie Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorübergehen" einen in Weiß gekleideten Bischof; "wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater war". Verschiedene andere Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen die einen steilen Berg hinaufsteigen, auf dessen Gipfel sich ein großes Kreuz befand aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde.

 

Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch eine große Stadt, die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt, von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete. Am Berg angekommen, kniete er zu Füßen des großen Kreuzes nieder. Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet, die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen. Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen. Unter den beiden Armen des Kreuzes waren zwei Engel, ein jeder hatte eine Gießkanne aus Kristall in der Hand. Darin sammelten sie das Blut der Märtyrer auf und tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten.

 

 Tuy, 3.Januar 1944".     

 

Wir nähern uns den letzten Zeiten. Überall auf Erden regiert Satan. Wenn die Menschen nicht umkehren, beten und Busse tun, wird Maria den Arm ihres Sohnes Jesus Christus, den sie zur Zeit noch zurückhält, fallen lassen. Nur Busse, Umkehr, das Rosenkranzgebet, das Opfer und die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens können die Strafe Gottes aufhalten.

 

Sr. Lucia schrieb:

 

Der brennendste Wunsch der Gottesmutter ist es, dass wir ihr durch das tägliche Rosenkranzgebet helfen, Seelen zu retten. Wenn wir ihn mit viel Liebe und Andacht beten, werden wir Maria trösten und viele, viele Tränen von ihrem Unbefleckten Herzen wegwischen.“

 

Schwester Lucia mit Papst Johannes Paul dem II
Schwester Lucia mit Papst Johannes Paul dem II

Zum Abschluss hier noch ein Wort unseres Heiligen Vaters Papst Benedikt XVI.:

 

"Mein Unbeflecktes Herz wird siegen". Was heißt das?

 

Das für Gott geöffnete, durch das Hinschauen auf Gott rein gewordene Herz ist stärker als Gewehre und Waffen aller Art. Das "Fiat" Marias, das Wort ihres Herzens, hat die Weltgeschichte gewendet, weil es den Retter eingelassen hat in diese Welt - weil im Raum dieses Ja Gott Mensch werden konnte und es nun ewig bleibt. Das Böse hat Macht in der Welt, wir sehen es und erfahren es immer wieder; es hat Macht, weil unsere Freiheit sich immer wieder von Gott abdrängen läßt. Aber seit Gott selbst ein menschliches Herz hat und so die Freiheit des Menschen ins Gute hinein, auf Gott zu, gewendet hat, hat die Freiheit zum Bösen nicht mehr das letzte Wort. Seitdem gilt: "In der Welt werdet ihr Drangsal haben, aber seid nur getrost, ich habe die Welt überwunden" (Joh 16,33). Dieser Verheißung uns anzuvertrauen, lädt uns die Botschaft von Fatima ein.

 

JOSEPH Kard. RATZINGER

Präfekt
der Kongregation für die Glaubenslehre

 

 

 

   
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