15 Gebete der heiligen Brigitta zum leidenden Heiland

Diese Gebete und Verheißungen wurden in einem Buche, das in Toulouse gedruckt wurde, im Jahre 1740 niedergeschrieben und  veröffentlicht durch den Pater Adrian Parvillers de la Compagnie de Jesus, apostolischen Missionär des heiligen Landes mit Approbation, Erlaubnis und Empfehlung sie zu verbreiten. Papst Pius IX nahm Kenntnis von diesen Gebeten. Er hat sie bestätigt am 31. Mai 1862, hat sie für wahr befunden, indem sie viel Gutes stiften zum Heil der Seelen. Diese Anerkennung durch Papst Pius IX wurde von Gott bestätigt durch die Erfüllung der Verheißungen bei allen Personen, die diese Gebete verrichtet haben und durch zahllose übernatürliche Tatsachen und Zeichen, welche Gott zeigen wollte, dass sie wirklich von ihm kommen.

Schon lange hatte die heilige Brigitta den Herrn gebeten, ihr zu sagen, wieviele Streiche er in seinem bitteren Leiden empfangen habe. Eines Tages erschien der Heiland und sagte zu ihr: ich habe an meinem Körper 5480 Streiche erhalten; wenn du diese verheren willst, so bete fünfzehn Vater unser...und fünfzehn Ave Maria... während eines jeden Jahres jeden Tag und folgende Gebete dazu. Und er lehrte der hl. Brigitta die fünfzehn Gebete. Ist dieses Jahr vorbei, so hast du jede dieser 5480 Wunden verehrt.

Dann sprach der Heiland noch: Wer diese Gebete während eines Jahres jeden Tag verrichtet, wird fünfzehn Seelen aus der Verwandtschaft aus dem Fegfeuer erlösen. Fünfzehn Gerechte aus seiner Verwandtschaft werden die Gnade der Beharrlichkeit erlangen. Fünfzehn Sünder aus der Verwandtschaft werden sich bekehren.

Die Person welche betet, wird die erste Stufe der Vollkommenheit erreichen.
Fünfzehn Tage vor ihrem Tod werde ich ihr meinen Kostbaren Leib reichen, damit sie durch denselben vor dem ewigen Hunger bewahrt werde; ich werde sie vor dem ewigen Durst bewahren, indem ich ihr mein Kostbares Blut zum Trank geben werde.

Fünfzehn Tage vor ihrem Tode wird sie eine tiefe Erkenntnis ihrer Sünden erhalten.

Ich stelle das Zeichen meines siegreichen Kreuzes zwischen sie und den bösen Feind, damit sie vor seinen Fallstricken bewahrt bleibe. Vor ihrem Tode werde ich mit meiner teuren, vielgeliebten Mutter kommen und ihre Seele gandenreich aufnehmen und sie in die ewigen Freuden führen.

Im Himmel wird sie eine besondere Erkenntnis meiner Gottheit erhalten, die ich denen nicht mitteile, welche diese Gebete nicht verrichten.
Wenn jemand auch 30 Jahre in Todessünden dahingelebt hätte, wird der Herr ihm alle Sünden verzeihen und wird ihn gegen alle schlechten Versuchungen verteidigen. Er bewahrt seine fünf Sinne und bewahrt ihn vor einem jähen Tode und seine Seele vor der ewigen Verdammnis.
Und alles, was er von Gott und der heiligen Jungfrau verlangt, wird er ihm gewähren. Wer diese Gebete auch andere lehrt, dessen Freude und Verdienste werden in Ewigkeit dauern. An dem Ort, wo man diese Gebete verrichtet, ist Gott mit seiner Gnade gegenwärtig.

Alle diese Vorzüge wurden der hl. Brigitta versprochen durch den gekreuzigten Heiland, welches Kruzifix man jetzt noch in der Kirche St. Paul in Rom verehrt.

Frage: Man muß jeden Tag, ohne Unterbrechung, diese Gebete verrichten, um der Gnaden teilhaftig zu werden?
Antwort: So wenig wie möglich soll man einen Tag verfehlen; ist aber ein ernstes Hindernis vorhanden, dass man absolut nicht beten kann, so verliert man die Gnaden, die daran geknüpft sind nicht, wenn man 5480 Gebete im Jahr verrichtet.

Man muß diese Gebete sehr andächtig verrichten. Jedesmal, wenn man diese Gebete verrichtet, gewinnt man 50 Tage Ablaß.

 

   
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